Informationen zum Jahresende und Neuerungen in 2018

von Jürgen Ast

Liebe Kundinnen und Kunden,

rechtzeitig vor dem Jahresende möchten wir Sie an einige Dinge erinnern und über Neuerungen ab 2018 informieren:

Elektronischer Postversand: Bitte leeren Sie unbedingt Ihre elektronischen Postfächer bei der Fidelity FondsBank GmbH oder FondDepotsBank sofern Sie Ihre Post nicht physisch erhalten. Sie sollten die Dokumente kurz durchschauen, einfach „Doppelklicken“ und im Sammeldownload auf Ihrem privaten Rechner zuhause abspeichern. Die Banken löschen die hinterlegten Dokumente nach 2 – 3 Jahren!

Freistellungauftrag für Kapitalerträge: Prüfen Sie, ob die Aufträge (801 € Single bzw. 1.602 € für Ehepaare) bei den Kapitalanlagegesellschaften sinnvoll verteilt sind. Oft stellen wir fest, dass bspw. bei  Bausparkassen Aufträge für nicht mehr bestehende Verträge erteilt sind und der Betrag dann nicht für Ihr Fondsdepot genutzt wird.

Ab 2018 ändert sich die Besteuerung von Investmentfonds: Die Info zu unserer e-mail vom April d.J. ist nochmals angehängt – eine ausführliche Broschüre zu diesem Thema mailen wir Ihnen gerne, wenn Sie dies wünschen. Im Zusammenhang mit der künftigen Teilfreistellung passen die Fonds Ihre Anlagerichtlinien an – deswegen erhalten Sie zur Zeit viel Post (die FondDepotsBank verschickt diese auch bei elektronischem Postfach häufig physisch). Sofern die Richtlinien dem bisherigen Anlagecharakter entsprechen ist kein Fondstausch erforderlich – ggfs. melden wir uns bei Ihnen.

MIFID 2: Zahlreiche Anforderungen an Finanzdienstleistungsunternehmen werden von dieser erweiterten Gesetzgebung noch strenger reguliert – dies stellt insbesondere uns als kleinere Unternehmen vor große Herausforderungen. Aus den Beratungen mit uns und den entsprechenden Protokollen wissen Sie, dass wir als Fondsvermittler beim Kauf von Investmentfonds einen Teil des Ausgabeaufschlages (den wir volumenabhängig reduzieren) von den Fondsgesellschaften bzw. den Depotbanken erhalten (sog. Abschlussprovision). Für Dienstleistungen wie der Betreuung des Depots - bspw. Überwachung, ob einzelne Fonds ihren Vorgaben gerecht werden, Verkaufsvorschläge wenn Sie Entnahmen aus dem Depot tätigen möchten, Prüfung ob das Fondsdepot noch den mit Ihnen getroffenen Vereinbarungen entspricht, Empfehlung der Umstellung von Sparplänen bei Erreichen einer entsprechenden Bestandshöhe usw. erhalten wir einen Teil der Fondsverwaltungsgebühren (sog. Bestandsprovision). Mit dieser decken wir auch unsere Kosten bspw. für Rundbriefe, den Versand von unterjährigen Depotinformationen mit Handlungsempfehlungen, der Bearbeitung von allgemeinen Aufträgen für Ihre Fondsdepots. Abschluss- als auch Bestandsprovision werden nach den neuen gesetzlichen Bestimmungen nicht mehr nur wie bisher in den Beratungsprotokollen (diese werden künftig zu „Geeignetheitsprüfungen“…) ausgewiesen, sondern sind auch einmal jährlich nachträglich als effektiv von Ihrem Anlagebetrag einbehaltene Kosten über entsprechende Aufstellungen der Fondsbanken ersichtlich. Detaillierte Informationen hierzu erhalten Sie von der der Fidelity FondsBank GmbH und FondsDepotsBank vor Jahresende.

Nicht geklärt ist bis jetzt, ob der letztendlich uns verbleibende Provisionsanteil Ihnen außerdem mitgeteilt werden muss (was einen hohen Aufwand bereiten würde) und auch die grundsätzliche Forderung nach einer jeweiligen Aufzeichnung sämtlicher mit Ihnen geführter Telefongespräche.

Sobald wir hier mehr wissen melden wir uns.

Ob dieser Regulierungszwang letztendlich einen Mehrwert für Sie als Kunden bietet ist zu bezweifeln:

Wir versichern Ihnen jedenfalls, dass wir weiterhin bemüht sind, Sie nach bestem Wissen und Gewissen in Ihrem Interesse zu betreuen und wünschen Ihnen für die kommende Weihnachtszeit alles Gute.

Viele Grüße aus der Borsigstrasse 

Jürgen Ast                                     Klaus Ulbig                             Werner Jung

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